
Manchmal ist in meinem Kopf ganz schön viel los.
Da fliegen Gedanken durcheinander, Geschichten wollen erzählt werden, Worte suchen ihren Platz und irgendwo zwischen einer neuen Idee, einem wunderschönen Satz und einem spontanen Geistesblitz schwirrt schon der nächste Einfall herum.
Mein Kopf ist manchmal wie eine große Blumenwiese voller Schmetterlinge.
Wunderschön. Farbenfroh. Lebendig.
Und gelegentlich ein kleines bisschen chaotisch.
Kaum möchte ich einen dieser Schmetterlinge einfangen, flattert schon der nächste vorbei. Und während ich noch darüber nachdenke, wie ich den ersten Gedanken am schönsten formulieren könnte, hat sich der zweite längst verabschiedet.
Auf Nimmerwiedersehen.
Vielleicht kennt ihr das.
Man hat eine großartige Idee. So eine, bei der man sofort denkt: „Oh, das muss ich unbedingt aufschreiben!“
Und drei Minuten später weiß man nur noch, dass die Idee großartig war.
Was genau daran so großartig war?
Tja. Gute Frage.
Und genau deshalb nutze ich künstliche Intelligenz.
Nicht, weil ich selbst keine Worte finde.
Sondern weil ich manchmal mehr Worte, Gedanken und Ideen in mir trage, als meine beiden Hände gleichzeitig aufschreiben können.
Moment mal. Eine freie Traurednerin, die KI nutzt?
Ja.
Und zwar ganz bewusst.
Ich weiß, dass dieses Thema durchaus für hochgezogene Augenbrauen sorgen kann.
Eine freie Traurednerin arbeitet schließlich mit Worten. Mit Emotionen. Mit Geschichten, die mitten aus dem Leben kommen.
Und dann sitzt diese Frau da und nutzt künstliche Intelligenz?
Hat sie denn keine eigenen Ideen?
Kann sie nicht mehr selbst schreiben?
Doch. Kann sie.
Sogar ziemlich gut.
Ich habe schon geschrieben, als künstliche Intelligenz für die meisten Menschen noch irgendwo zwischen Science-Fiction und einem sehr ehrgeizigen Toaster angesiedelt war.
Ich liebe Sprache. Ich liebe Metaphern, die sich wie ein roter Faden durch einen Text ziehen. Ich liebe Sätze, die zum Nachdenken bringen, und Geschichten, bei denen man erst schmunzelt und im nächsten Moment einen kleinen Kloß im Hals spürt.
Und ich liebe es, genau die richtigen Worte für ein Gefühl zu finden, das sich manchmal gar nicht so leicht beschreiben lässt.
Daran hat sich nichts geändert.
Was sich verändert hat, sind meine Möglichkeiten.
Ein Werkzeug macht noch keinen Künstler
Stellt euch einen Maler vor.
Vor ihm steht eine große, weiße Leinwand.
Daneben liegen Pinsel, Farben, Spachtel und vielleicht sogar ein paar ungewöhnliche Werkzeuge, mit denen er ganz besondere Effekte erzielen kann.
Würde jemand auf die Idee kommen, ihm vorzuwerfen, dass er einen Pinsel benutzt?
Schließlich könnte er die Farbe auch mit den Fingern auftragen.
Oder mit einer Zahnbürste.
Oder mit einem sehr entschlossenen Huhn.
Könnte er alles machen.
Aber warum sollte er?
Der Pinsel macht ihn schließlich nicht zum Künstler.
Er hilft ihm nur dabei, das sichtbar zu machen, was längst in ihm steckt.
Und genauso betrachte ich künstliche Intelligenz.
Als Werkzeug.
Als kreativen Sparringspartner.
Als eine Möglichkeit, meine Gedanken zu sortieren, Ideen weiterzuentwickeln und all die kleinen Geistesblitze festzuhalten, bevor sie wieder davonflattern.
Manchmal habe ich eine Überschrift im Kopf. Manchmal nur ein Gefühl. Manchmal eine Metapher, aus der ich einen ganzen Artikel entwickeln möchte.
Und manchmal habe ich zehn Ideen gleichzeitig und weiß vor lauter Begeisterung überhaupt nicht, mit welcher ich anfangen soll.
Dann hilft mir KI, Struktur in dieses wunderbare Durcheinander zu bringen.
Aber welche Geschichte ich erzählen möchte, welche Botschaft mir wichtig ist und ob sich ein Text wirklich nach mir anfühlt – das entscheide immer noch ich.
Meine Ideen haben neuerdings einen ziemlich geduldigen Zuhörer
Das Schöne an künstlicher Intelligenz ist für mich nicht, dass sie innerhalb weniger Sekunden einen fertigen Text ausspucken kann.
Das kann sie natürlich auch.
Aber das ist gar nicht das, was mich am meisten begeistert.
Es ist die Möglichkeit, mit meinen Gedanken zu spielen.
Ich kann eine Idee in den Raum werfen, sie von allen Seiten betrachten, wieder verwerfen, neu zusammensetzen und plötzlich entdecken, dass darin noch viel mehr steckt, als ich anfangs vermutet habe.
Ich kann sagen:
„Das ist mir zu glatt.“
Oder:
„Da fehlt noch ein bisschen Herz.“
Oder auch:
„Schön und gut. Aber wo bleibt denn bitte der Humor?“
Und dann geht es weiter.
Ohne beleidigte Blicke. Ohne Augenrollen. Ohne den Satz: „Jetzt entscheide dich doch endlich mal!“
Ein durchaus angenehmer Gesprächspartner, wenn man einen Kopf voller Ideen hat.
Natürlich ist auch KI nicht unfehlbar.
Manchmal entstehen Formulierungen, bei denen ich mich frage, ob da gerade ein Hochzeitsratgeber oder die Bedienungsanleitung einer Waschmaschine geschrieben wurde.
Dann wird gestrichen, verändert, neu gedacht.
Denn ein Text ist für mich erst dann fertig, wenn ich ihn lese und spüre:
Ja. Genau so möchte ich das sagen.
Und ja, sogar diese Homepage ist mit KI entstanden
Jetzt verrate ich euch noch etwas.
Auch meine Website Herzensgeflüster habe ich mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt.
Von der Gestaltung über die Struktur bis hin zur Entwicklung meines Herzensmagazins.
Und wisst ihr, was daran für mich so besonders ist?
Ich hatte schon lange eine Vorstellung davon, wie meine Website aussehen und sich anfühlen sollte.
Welche Farben zu mir passen. Welche Atmosphäre entstehen darf. Wie sich Menschen fühlen sollen, wenn sie meine Seite besuchen.
Ich hatte Bilder im Kopf, Ideen für Texte, Gedanken für Inhalte und unzählige Vorstellungen davon, wie all das miteinander verbunden sein könnte.
Nur die technische Umsetzung?
Die war bisher nicht gerade meine große Liebesgeschichte.
Ich bin ein kreativer Mensch. Ich liebe Worte, Bilder, Gestaltung und neue Ideen.
Aber ich muss nicht unbedingt leidenschaftlich gerne programmieren, um eine Website entwickeln zu können, die meine Persönlichkeit widerspiegelt.
Und genau hier eröffnet mir KI neue Möglichkeiten.
Ich kann beschreiben, was ich mir vorstelle. Ich kann ausprobieren, verändern, verwerfen und wieder neu beginnen.
Ich kann mich an einem Detail festbeißen, bis es sich endlich richtig anfühlt.
Und ich kann meine Ideen umsetzen, ohne erst ein Informatikstudium absolvieren zu müssen.
Wobei ich ausdrücklich sagen möchte: Auch mit KI entsteht eine Website nicht unbedingt auf Knopfdruck.
Manchmal braucht es Geduld.
Manchmal mehrere Anläufe.
Und manchmal fragt man sich durchaus, ob die Technik gerade einen kleinen Betriebsausflug ins digitale Nirwana unternommen hat.
Aber am Ende entsteht etwas, das vorher nur in meinem Kopf existiert hat.
Und das begeistert mich.
Aber kann künstliche Intelligenz überhaupt Gefühle verstehen?
Das ist eine berechtigte Frage.
Und meine Antwort darauf ist ziemlich einfach.
Eine KI kann Sprache analysieren, Zusammenhänge erkennen und Formulierungen entwickeln.
Aber sie erlebt keine Liebe wie wir Menschen.
Sie weiß nicht aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn einem beim ersten Kuss die Knie weich werden.
Sie kennt dieses warme Gefühl nicht, wenn ein vertrauter Mensch nach Hause kommt.
Und sie hat auch noch nie nachts um halb drei wach gelegen, weil das Herz gerade beschlossen hat, eine eigene kleine Achterbahnfahrt zu veranstalten.
Diese Erfahrungen gehören uns Menschen.
Und genau deshalb bleiben sie für meine Arbeit so wichtig.
Wenn ich einer Liebesgeschichte zuhöre, dann interessieren mich nicht nur die Daten und Fakten.
Mich interessieren die Zwischentöne.
Dieses kleine Lächeln, wenn jemand vom ersten Kennenlernen erzählt.
Der Blick, den sich zwei Menschen zuwerfen, wenn sie sich an eine gemeinsame Geschichte erinnern.
Das herzliche Lachen über eine Eigenheit des anderen.
All diese kleinen Momente, in denen man plötzlich spürt, wie viel Liebe zwischen zwei Menschen steckt.
Daraus entsteht für mich die eigentliche Geschichte.
Und diese Geschichte verdient Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und einen sehr persönlichen Umgang.
KI kann mir beim Formulieren helfen. Aber sie kann mir nicht abnehmen, einem Menschen wirklich zuzuhören.
Sie kann eine Geschichte sprachlich gestalten.
Aber sie entscheidet nicht, was diese Geschichte für mich bedeutet.
Und sie ersetzt auch nicht die Verantwortung, die ich für meine Worte trage.
Gerade persönliche Liebesgeschichten und vertrauliche Informationen gehören mit besonderer Sorgfalt behandelt. Deshalb ist der bewusste und datenschutzgerechte Umgang mit solchen Informationen für mich selbstverständlich.
Bedeutet KI, dass wir irgendwann alle gleich schreiben?
Das wäre tatsächlich schade.
Stellt euch vor, jede Liebesgeschichte würde sich plötzlich gleich anhören.
Immer dieselben romantischen Formulierungen.
Immer dieselben großen Gefühle.
Immer dieselben Sätze über zwei Herzen, die im Gleichklang schlagen.
Und irgendwo im Hintergrund spielt wahrscheinlich noch eine Geige.
Natürlich darf es romantisch sein.
Aber bitte mit Persönlichkeit!
Ich glaube, dass künstliche Intelligenz durchaus dazu verleiten kann, sich mit dem erstbesten Ergebnis zufriedenzugeben.
Ein paar Stichworte eingeben, einen Text erhalten, fertig.
Das funktioniert vielleicht für eine schnelle Information.
Aber für Texte, die Menschen berühren sollen, reicht mir das nicht.
Ich möchte meine eigene Sprache darin wiederfinden.
Meine Bilder.
Meinen Humor.
Auch meine kleinen sprachlichen Eigenheiten.
Ich möchte, dass man beim Lesen manchmal schmunzelt, weil ein Vergleich überraschend kommt.
Dass man sich wiedererkennt.
Und dass zwischen all den Worten etwas entsteht, das über einen hübsch formulierten Satz hinausgeht.
Deshalb überarbeite ich Texte, hinterfrage Formulierungen und verändere alles, was sich nicht nach mir anhört.
Manchmal bleibt von einem ersten Entwurf erstaunlich wenig übrig.
Und manchmal entsteht im gemeinsamen kreativen Prozess ein Gedanke, auf den ich allein vielleicht erst viel später gekommen wäre.
Für mich ist das keine verlorene Kreativität.
Es ist eine Erweiterung meiner Möglichkeiten.
Kreativität braucht Freiheit. Und manchmal auch ein bisschen Unterstützung.
Ich habe irgendwann verstanden, dass ich nicht alles allein machen muss, nur weil ich es allein könnte.
Was für ein befreiender Gedanke!
Ich könnte meine Texte ausschließlich mit Stift und Papier schreiben.
Ich könnte meine Website von Grund auf selbst programmieren lernen.
Ich könnte jedes Bild mühsam von Hand bearbeiten und jede Idee so lange im Kopf bewegen, bis sie irgendwann ihren Weg auf den Bildschirm findet.
Aber warum sollte ich mir das Leben unnötig schwer machen?
Die Zeit, die ich dadurch gewinne, kann ich für das nutzen, was ich besonders liebe.
Für neue Ideen.
Für Begegnungen.
Für Geschichten.
Für all die kleinen kreativen Schmetterlinge, die schon wieder durch meinen Kopf flattern und darauf warten, entdeckt zu werden.
Vielleicht ist das für mich sogar eine der schönsten Möglichkeiten, die uns künstliche Intelligenz bietet.
Dass sie uns nicht zwingend etwas wegnimmt.
Sondern uns Freiraum schenken kann.
Freiraum, um auszuprobieren.
Um zu gestalten.
Um Gedanken weiterzuspinnen.
Und manchmal auch, um etwas zu wagen, das vorher an technischen Hürden gescheitert wäre.
Mein Fazit: Die Schmetterlinge bleiben meine
Künstliche Intelligenz wird sich weiterentwickeln.
Sie wird vieles verändern. Vielleicht sogar mehr, als wir uns heute vorstellen können.
Und natürlich dürfen wir kritisch hinterfragen, welche Auswirkungen das auf unsere Arbeit, unsere Kreativität und unser Miteinander hat.
Das halte ich sogar für ausgesprochen wichtig.
Aber ich möchte neue Möglichkeiten nicht grundsätzlich ablehnen, nur weil sie ungewohnt sind.
Ich möchte sie kennenlernen, verstehen und bewusst nutzen.
Auf meine Weise.
Mit meinen Ideen, meinen Werten und meiner ganz persönlichen Handschrift.
Denn am Ende ist es doch so:
Ein Pinsel malt noch kein Kunstwerk.
Eine Kamera macht noch keinen guten Fotografen.
Und eine Tastatur schreibt noch keine Geschichte, die Menschen wirklich berührt.
Dafür braucht es immer noch jemanden, der etwas zu erzählen hat.
Jemanden, der beobachtet, fühlt, denkt, lacht und manchmal auch ein bisschen um die Ecke denkt.
Jemanden mit einem Kopf voller Schmetterlinge.
Und wenn mir künstliche Intelligenz dabei hilft, ein paar mehr von ihnen festzuhalten, bevor sie wieder davonflattern, dann finde ich das ziemlich wunderbar.
Die Schmetterlinge bleiben meine.
Ich habe nur endlich ein größeres Netz.
Michaela von Herzensgeflüster ❤️
