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Herzensgeflüster
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EIN MOMENT, DER BLEIBT

Franziska & Tobias

Eine Liebeserklärung, bei der selbst mir die Tränen kamen

Franziska & Tobias – Erinnerung an die Trauung

Ein Herbsttag auf Gut Vehr, eine berührende Stimme und ein Bräutigam, der vor allen Gästen sein Herz sprechen ließ.

Es gibt Momente, da kann man sich noch so gut vorbereiten.

Man hat seine Traurede geschrieben, den Ablauf besprochen, die passenden Worte gefunden und natürlich auch daran gedacht, für alle Eventualitäten ein Taschentuch einzustecken.

Rein vorsorglich, versteht sich.

Schließlich bin ich ja die Traurednerin. Die Frau, die mit ruhiger Stimme durch die Zeremonie führt, die Liebesgeschichte erzählt und auch dann noch den Überblick behält, wenn beim Brautpaar die ersten Tränchen kullern.

So weit die Theorie.

Und dann kam Tobias.

Aber von vorne.

Ein Oktobertag, eine Scheune und zwei Menschen voller Vorfreude

Am 14. Oktober 2022 durfte ich Franziska und Tobias bei ihrer freien Trauung auf dem wunderschönen Gut Vehr in Quakenbrück begleiten.

Der Herbst hatte längst Einzug gehalten.

Die Tage wurden kürzer, draußen lag diese klare Oktoberluft, und die Scheune bot einen herrlich gemütlichen Rahmen für ihre Zeremonie.

Ich mag solche Hochzeiten.

Wenn man draußen vielleicht schon überlegt, ob die leichte Jacke wirklich ausreicht, und drinnen die Hochzeitsgesellschaft zusammenkommt, um zwei Menschen zu feiern, die sich von Herzen lieben.

Ganz ohne Hochsommertemperaturen.

Dafür mit einer besonderen Atmosphäre, die wunderbar zu diesem Tag passte.

Franziska und Tobias hatten sich für eine persönliche freie Trauung entschieden, in der ihre gemeinsame Geschichte im Mittelpunkt stehen sollte.

Mit schönen Erinnerungen, liebevollen Blicken, ehrlichen Gefühlen und natürlich den Worten, die aus ihrem Ja-Wort etwas ganz Eigenes machten.

Und wie sich später herausstellen sollte, hatte Tobias noch ein paar besonders schöne Worte im Gepäck.

Wenn Musik genau den richtigen Ton trifft

Musikalisch wurde die Zeremonie von Sina begleitet.

Und manchmal gibt es Lieder, bei denen schon die ersten Töne ausreichen, damit plötzlich alle ein bisschen stiller werden.

„You Raise Me Up“ war an diesem Tag so ein Lied.

Sina sang mit einer wunderschönen Stimme, und die Musik erfüllte die Scheune.

Es war einer dieser Augenblicke, in denen man merkt, wie viel Musik zu einer freien Trauung beitragen kann.

Nicht als bloße Begleitung, damit zwischen zwei Programmpunkten keine Stille entsteht.

Sondern als Teil einer Geschichte.

Als etwas, das Gefühle aufgreift, für die es manchmal gar keine zusätzlichen Worte braucht.

Und während die Musik durch die Scheune klang, entstand diese besondere Stimmung, die man sich für eine persönliche Trauung wünscht.

Ganz nah.

Ganz gefühlvoll.

Und trotzdem so natürlich, dass sich niemand Gedanken darüber machen musste, ob jetzt gerade der richtige Moment für ein kleines Tränchen gekommen war.

Das entscheidet das Herz bekanntlich ganz alleine.

Und dann hatte Tobias das Wort …

Es gibt bei einer freien Trauung diesen besonderen Augenblick, wenn das Brautpaar seine persönlichen Eheversprechen spricht.

Ich finde ihn jedes Mal aufs Neue wunderschön.

Denn auf einmal geht es nicht mehr darum, was ich über die beiden erzähle.

Sondern darum, was sie einander selbst sagen möchten.

Und bei Franziska und Tobias wurde genau dieser Moment zu etwas ganz Besonderem.

Tobias machte seiner Franziska vor allen Anwesenden eine wundervolle Liebeserklärung.

Eine, die von Herzen kam.

Eine, bei der man spüren konnte, wie viel ihm diese Frau bedeutet.

Und eine, auf die selbst ich nicht ganz vorbereitet war.

Denn während ich sonst versuche, meine eigenen Gefühle zumindest so weit im Griff zu behalten, dass ich meine Aufgabe als Traurednerin ordentlich erfüllen kann, hatte Tobias mich diesmal erwischt.

Mitten ins Herz.

Da standen die beiden, umgeben von ihren Lieblingsmenschen, und Tobias fand Worte, die so berührend waren, dass auch mir die Tränen kamen.

Ja, tatsächlich.

Die Traurednerin hat geweint.

Wobei ich finde, dass man in meinem Beruf durchaus einmal eine kleine Ausnahme machen darf.

Vor allem dann, wenn ein Bräutigam so liebevoll von seiner Frau spricht.

Es sind genau diese Momente, die man nicht inszenieren kann.

Man kann eine Zeremonie wunderbar vorbereiten, den Ablauf sorgfältig abstimmen und die passende Musik auswählen.

Aber ob ein Mensch mit seinen eigenen Worten plötzlich alle Herzen erreicht, lässt sich nicht planen.

Und genau deshalb war dieser Augenblick so besonders.

Warum die persönlichen Worte oft am meisten berühren

Ich liebe es, Liebesgeschichten zu schreiben.

Aus Erinnerungen, Erzählungen und den vielen kleinen Eigenheiten zweier Menschen eine Traurede entstehen zu lassen, in der sie sich wiedererkennen.

Aber so sehr ich Worte liebe: Manchmal sind es die eigenen Sätze des Brautpaares, die alles andere für einen Moment in den Hintergrund rücken.

Denn ein persönliches Eheversprechen muss nicht perfekt formuliert sein.

Es muss nicht wie aus einem Liebesroman klingen.

Und es braucht auch keine besonders dramatischen Worte.

Es braucht vor allem Ehrlichkeit.

Den Mut, dem anderen zu sagen, was er einem bedeutet.

Vor den Menschen, die einem besonders nahestehen.

Und manchmal gehört genau dazu mehr Mut, als man vorher gedacht hätte.

Bei Tobias war dieser Mut spürbar.

Er hat seine Liebe nicht einfach mit einem kurzen „Ich liebe dich“ zusammengefasst.

Er hat Franziska einen Moment geschenkt, der auch mir als Traurednerin in Erinnerung geblieben ist.

Und ich glaube, es gibt kaum ein schöneres Geschenk als Worte, bei denen der andere spürt:

Die sind nur für mich.

Eine Herbsthochzeit, die mir im Herzen geblieben ist

Wenn ich heute an die freie Trauung von Franziska und Tobias zurückdenke, sehe ich die Scheune auf Gut Vehr vor mir.

Ich denke an Sina und ihre musikalische Begleitung.

An die besondere Stimmung dieses Oktobertages.

Und natürlich an Tobias.

An seinen Mut, seine Gefühle so offen auszusprechen.

Und daran, wie schnell aus einer gut vorbereiteten Trauzeremonie ein Moment werden kann, der alle Erwartungen übertrifft.

Nicht weil etwas Außergewöhnliches inszeniert wurde.

Sondern weil zwei Menschen ganz bei sich waren.

Weil ihre Liebe sichtbar wurde.

Und weil ein Bräutigam mit seinen Worten etwas geschafft hat, wofür ich normalerweise zuständig bin:

Menschen mitten ins Herz zu treffen.

Lieber Tobias, da hast du mir an diesem Tag wirklich ein bisschen Konkurrenz gemacht!

Und ich gebe zu: eine ausgesprochen schöne.

Liebe Franziska, lieber Tobias, danke, dass ich eure freie Trauung gestalten und diesen besonderen Moment mit euch erleben durfte.

Ich wünsche euch von Herzen viele gemeinsame Jahre voller Liebe, Vertrauen, Humor und kleiner Augenblicke, die euch immer wieder zeigen, warum ihr euch füreinander entschieden habt.

Und falls ihr irgendwann einmal vergesst, wie viel ein paar ehrliche Worte bewirken können, dann denkt einfach an euren Hochzeitstag zurück.

An Gut Vehr.

An diesen Oktobertag.

Und an die Traurednerin, die eigentlich ganz professionell bleiben wollte.

Eigentlich. ❤️

Ein paar Herzensmomente auf einen Blick

Trauort: Gut Vehr, Quakenbrück

Musikalische Begleitung: Sina, unter anderem mit „You Raise Me Up“

Unvergesslich: Tobias' persönliche Liebeserklärung, die selbst seine Traurednerin zu Tränen rührte.

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