
Estelle & Lasse
Wenn Miss Piggy ihren Kermit heiratet.
Ein Sommertag in Bücken, persönliche Eheversprechen und eine freie Trauung voller Liebe, Leichtigkeit und einer guten Portion Humor.

EIN MOMENT, DER BLEIBT
Erst Regen. Dann Sonne. Und ein Ja in zwei Sprachen.

Eine deutsch-englische freie Trauung in Spanien, ein überraschender Wetterumschwung und zwei Menschen, die sich ihr Glück von ein paar Regentropfen ganz bestimmt nicht nehmen lassen.
Spanien im Mai.
Da denkt man doch an blauen Himmel, angenehme Temperaturen und Sonnenschein, oder?
Nun ja.
Offenbar hatte Petrus an diesem Tag noch einen kleinen Überraschungsauftritt geplant.
Am 13. Mai 2023 durfte ich die freie Trauung von Denise und Jake im wunderschönen Dénia an der spanischen Mittelmeerküste begleiten.
Die beiden leben in Spanien und hatten sich für ihren Hochzeitstag eine ganz besondere Zeremonie gewünscht.
Eine freie Trauung, bei der Deutsch und Englisch gleichermaßen ihren Platz bekommen sollten.
Denn wenn Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, bringen sie nicht nur unterschiedliche Sprachen mit.
Sondern auch Geschichten, Erinnerungen, Familien und manchmal ganz eigene Vorstellungen davon, wie eine Hochzeit gefeiert wird.
Und genau das durfte bei Denise und Jake miteinander verschmelzen.
Aber bevor wir überhaupt richtig loslegen konnten, hatte das Wetter erst einmal das Wort.
Wochenlang war es in Spanien heiß gewesen.
So richtig schön sommerlich.
Und ausgerechnet am Hochzeitstag von Denise und Jake beschloss der Himmel plötzlich, dass ein bisschen Regen doch eine ganz hervorragende Idee wäre.
Na, herzlichen Dank auch!
Da plant man eine wunderschöne Hochzeit in Spanien und bekommt zur Begrüßung erst einmal eine kostenlose Dusche angeboten.
Zum Glück dauerte der Spuk nicht lange.
Ein paar Minuten später verzogen sich die Regenwolken, die Sonne kam wieder hervor und die Luft fühlte sich herrlich frisch an.
Fast so, als hätte jemand für die bevorstehende Trauung noch einmal ordentlich durchgelüftet.
Und schon konnte es losgehen.
Vielleicht ist das auch eine dieser kleinen Erinnerungen, über die man später besonders gerne spricht.
Denn wenn man in Spanien heiratet und es ausgerechnet an diesem Tag regnet, dann hat man auf jeden Fall schon einmal eine Geschichte zu erzählen.
Die freie Trauung von Denise und Jake hatte eine Besonderheit, die ich noch immer wunderschön finde.
Sie wurde auf Deutsch und Englisch gestaltet.
Und ich war an diesem Tag nicht allein.
Markus war ebenfalls dabei, und gemeinsam haben wir die Zeremonie mit zwei Stimmen begleitet.
Zwei Menschen am Mikrofon, zwei Sprachen und eine Liebesgeschichte, die für alle Gäste verständlich und erlebbar werden sollte.
Dabei ging es nicht darum, einfach jeden Satz mechanisch in eine zweite Sprache zu übersetzen.
Wir wollten, dass sich die Zeremonie natürlich anfühlt.
Dass niemand das Gefühl bekommt, nur die Hälfte mitzubekommen.
Und dass die persönliche Geschichte von Denise und Jake ihre Wärme und ihren Charme auch dann behält, wenn sie in zwei unterschiedlichen Sprachen erzählt wird.
Denn gerade bei einer freien Trauung kommt es auf so viel mehr an als auf den reinen Inhalt der Worte.
Es geht um die kleinen Pausen.
Um den Tonfall.
Um liebevolle Erinnerungen, bei denen ein Lächeln durch die Reihen geht.
Und um die Augenblicke, in denen plötzlich alle ganz aufmerksam werden, weil sie spüren: Jetzt kommt etwas, das diesen beiden Menschen besonders viel bedeutet.
Was ich an einer zweisprachigen Trauung besonders schön finde?
Dass man plötzlich merkt, wie viel zwischen Menschen auch ohne dieselbe Muttersprache verstanden wird.
Natürlich möchten die Gäste wissen, was erzählt wird.
Sie möchten mitlachen, Erinnerungen teilen und die Liebesgeschichte des Brautpaares kennenlernen.
Aber es gibt auch diese kleinen Momente, für die man gar keine Übersetzung benötigt.
Ein vertrauter Blick.
Zwei Hände, die sich festhalten.
Ein liebevolles Lächeln.
Oder dieser besondere Gesichtsausdruck, den Menschen bekommen, wenn sie gerade versuchen, ihre Gefühle ein bisschen im Zaum zu halten.
Da versteht man manchmal erstaunlich viel, ohne ein einziges Wort gehört zu haben.
Bei Denise und Jake trafen Menschen aus Deutschland und England aufeinander, um gemeinsam in Spanien eine Hochzeit zu feiern.
Drei Länder, zwei Sprachen und ein ganz besonderer Anlass.
Und mittendrin zwei Menschen, um die sich an diesem Tag alles drehte.
Denise und Jake.
Mit ihrer Geschichte, ihren gemeinsamen Erinnerungen und ihrem großen Ja.
Nachdem die Aufregung um den kleinen Wetterumschwung längst vergessen war und die freie Trauung ihren besonderen Platz in diesem Tag gefunden hatte, ging es weiter mit dem Feiern.
Mit Familie und Freunden.
Mit guten Gesprächen, Musik und Tanz.
Und mit diesem schönen Gefühl, gemeinsam etwas erlebt zu haben, an das man sich noch lange erinnern wird.
Ich finde ja, gerade bei internationalen Hochzeiten entsteht oft eine ganz besondere Atmosphäre.
Menschen reisen aus unterschiedlichen Ländern an.
Sie bringen ihre Sprache, ihre Gewohnheiten und ihre ganz persönliche Verbindung zum Brautpaar mit.
Und plötzlich sitzen sie alle zusammen, lachen, unterhalten sich und feiern dieselben zwei Menschen.
Vielleicht versteht nicht jeder jeden Satz.
Aber alle wissen, warum sie da sind.
Und das verbindet.
Wenn ich heute an Denise und Jake zurückdenke, muss ich zuerst über diesen überraschenden Regenschauer schmunzeln.
Ausgerechnet Spanien!
Aber dann denke ich an die Besonderheit ihrer Trauung.
An die zwei Sprachen.
An Markus und mich, die wir gemeinsam die Geschichte der beiden erzählen durften.
Und an dieses schöne Miteinander von Menschen, die aus unterschiedlichen Ländern zusammengekommen waren, um die Liebe zu feiern.
Denn genau das ist für mich das Wunderbare an einer freien Trauung.
Sie muss sich nicht nach einem bestimmten Muster richten.
Sie darf verschiedene Kulturen verbinden.
Sie darf zweisprachig sein.
Sie darf leicht und fröhlich sein.
Und manchmal darf sie sogar mit einem kleinen Regenschauer beginnen.
Denn das schönste Ja-Wort ist nicht das, bei dem alles perfekt nach Plan läuft. Sondern das, bei dem sich am Ende alles genau nach den beiden Menschen anfühlt, die es sich geben.
Ort: Dénia, Spanien
Besonderheit: Deutsch-englische freie Trauung
Zeremonie: Gemeinsam gestaltet und gesprochen von Michaela und Markus
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